Dänemark — Die Woche
Die letzten Tage sind so schnell vergangen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin in Ruhe für jeden Tag einen eigenen Beitrag zu schreiben. Daher nun ein Komplettbericht sozusagen
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Sonntag
Wir waren im Bunkermuseum von Hantsholm. Dort kann man die Überreste nordeuropas größter Festungsanlage aus dem 2. Weltkrieg besichtigen. Eine der vier 38 cm Kanonen ist hier montiert. Folgend einige Informationen über die Kanone.
38 cm Kanone
Die Kanonen der Batterie Hanstholm II hatten die Bezeichnung 38 cm S.K.C/34. Es handelte sich um moderne Geschütze, die für die deutschen Schlachtschiffe der “Bismarck”-Klasse konstruiert worden waren. Die Kanonen wurden von der Fa. Krupp, Essen, produziert. Die Kanonen in Hanstholm hatten die Seriennummern 70, 71, 74 und 75.
Jedes Geschützrohr war 19 Meter lang und wog 110 Tonnen. Die Kanonen wurden ohne Schiffsgeschütztürme geliefert, weshalb sie in sogenannten Bettungschiessgerüsten (?Bettungschiessgerüst C/39?) aufgestellt wurden, die sowohl einfacher als auch billiger als Schiffstürme waren. Das Bettungsschiessgerüst war im Prinzip ein großer, gepanzerter Kasten, in dem der hintere Teil der Kanone mit Bodenstück und Ladeeinrichtung angebracht wurde.
Jedes Bettungsschießgerüst wog 540 Tonnen. Im Gegensatz zu den Geschütztürmen auf Schiffen, füllte ein Bettungschiessgerüst nicht die ganze Kesselbettung aus. Die großen Kesselbettungen waren daher sehr schlecht gegen Bombardements insbesondere aus der Luft geschützt. Außerdem war die Panzerung des Geschützturmes nur 5 cm dick, so dass das Geschütz und die Bedienungsmannschaft nur gegen kleinere Granaten und Splitter geschützt waren. Schiffstürme für Geschütze desselben Typs hatten eine Panzerung von bis zu 36 cm. Seiten– und Höhenrichtung der Geschütze wurde mit Hilfe eines Elektromotors ausgeführt ? notfalls auch per Handkraft. Geladen wurde von Hand mit einem 10,5 m langen Ansetzerstock, wozu 14 kräftige Männer benötigt wurden.
Montag
Wir waren Dosen suchen — welch Wunder… Wir mussten schmunzeln als wir bei unserer Planung auf den Cache “Dicker Olli” stiessen. Die Doppel-O-Agenten sind überall. Nett gemachter Cache, der Olli gewidmet ist. Hat Spaß gemacht.
Wir haben den Leuchtturm von Hansthom besichtigt. Einen wirklich schönen Ausblick über die Dünenlandschaft und das Inland hat man von hier oben. Der Turm hat eine Höhe von 23 Metern. Folgenden interessanten Beitrag habe ich zu diesem Leuchtturm im Netz endeckt:
Leuchtturm
Hanstholm ist für die Schifffahrt ein markanter Punkt entlang der bisher in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Westküste Jütlands. Hier schließt sich in nordöstliche Richtung die Jammerbucht bis Hirtshals an, die ihren Namen nach unzähligen Schiffshavarien erhielt. Die Huk von Hanstholm ist wegen einer hoch aufragenden Düne weithin sichtbar. Es erstaunt nicht, dass dieser Punkt im Zweiten Weltkrieg eine große strategische Bedeutung für die deutschen Besetzer besaß und hier einer der größten Bunker gebaut wurde, die Deutschland in Dänemark baute. Mit Hilfe eines Geschützes mit einer Reichweite von 55 km (!) sollte die Südseite des Skagerraks kontrolliert werden. Ein großes Museumscenter hat einen Teil der Militäranlagen restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die exponierte Lage der großen, rund 40 Meter hohen Hanstholmer Düne und die navigatorisch wichtige Position entlang Dänemarks Nordseeküste bot sich für den Bau eines Leuchtturms geradezu an. Schon 1840 begannen die Vorbereitungen an Ort und Stelle, und 1842 stand ein erster Turm an Ort und Stelle. Als die große Optik geliefert wurde, stellte sich aber heraus, dass das Bauwerk weitgehend unbrauchbar war: Der Turmschaft würde das Gewicht der Linsen und des Kupferdaches nicht tragen können. Die große Schmach ließ den blamierten Architekten verzweifeln, der sich daraufhin das Leben nahm.
Der Turm musste wieder abgerissen werden. In Windeseile entstand, unter neuer Bauleitung, an gleicher Stelle ein neuer, 23 Meter hoher achteckiger Leuchtturm mit markanter, großer Laterne. Die Fertigstellung wurde am 6. November 1843 notiert. Am 15. Dezember 1843 ging Hanstholm Fyr als erster dänischer Leuchtturm an der Nordseeküste in Betrieb. Quelle
Kennt ihr noch die Olsen-Bande? Wir haben uns die Olsen-Bunker an der Küste von Vigsø angesehen. Hier wurde damals für die Serie gedreht. An diesem Ort sieht man außerdem wie die Natur langsam die Bunker verschlingt.
Am Abend haben wir das ehemalige Ferienhaus von Claudia gesucht. Nach kurzer Suche haben wir, besser Claudia tatsächlich gefunden
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Dienstag
Für diesen Tag stand das Nordsee Ozeanarium auf unserer Liste. Es ist das größte Aquarium Nordeuropas. Neben vielen Robben gibt es hier den Mondfisch. Ein wirklich seltsamer Fisch, den ich bis heute nicht kannte. Der Mondfisch kann eine Länge von 3,30 Meter und ein Gewicht von 1,9 bis 2,3 Tonnen erreichen. Sein richtiger Name lautet Mola Mola. Dieses Tier werde ich nicht wieder vergessen. Es gibt meiner Meinung nach keinen vergleichbaren “Fisch” . Es scheint fast so, als stamme er aus einer anderen Welt und wäre hier bei uns nur gestrandet. Wir werden es wohl nie erfahren.
Nach dem Oceanarium waren wir kurz im Bunkermuseum von Hirtshals. Direkt neben dem Bunkermuseum liegt übrigens auch der Leuchtturm der Stadt.
Auf dem Rückweg nach haben wir den Ort Løkken besucht und dort Scholle mit Muscheln und Scampis gegessen. Mir hat der kleine Ort optisch so gefallen. Für meinen Geschmack der hübscheste den ich in Dänemark gesehen habe. Auf der Fahrt nach Klitmøller haben wir zwecks Dosensuche an einem einzigartigen Rastplatz angehalten. Der Rastplatz liegt an einer Straße die durch ein Naturreservat führt. Der Rastplatz besteht aus zwei Reetdachhäuschen. Das eine für die Toiletten die nach Rosen dufteten und das zweite dient zum Beobachten der Tiere im Reservat. An diesem Abend konnten wir hier einen wirklich schönen Sonnenuntergang miterleben. Der erste Sonnenuntergang den ich an einer Raststätte genossen habe
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Mittwoch
Heute haben wir uns die Stadt Thisted angeguckt und haben ein dänisches Hot Dog gegessen. Ansonsten stand dieser Tag ganz im Zeichen der Dosensuche.
Donnerstag
Für diesen Tag hatten wir uns einen Besuch bei der Heidemühle (Lyngmøllen) bei Grønnestrand vorgenommen.
Sie ist die einzige heidekrautgedeckte Mühle Dänemarks. 1876 wurde Sie errichtet und war ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb. Die Mühle wurde 1990 restauriert und ist heute eine auffallende Erinnerung an eine, zur damaligen Zeit, landwirtschaftlich arme Gegend.
Freitag
Wir waren leckeren Räucherfisch im Hafen von Hanstholm kaufen. Die Auswahl war überschaubar aber der Fisch war sehr lecker. Danach stattenten wir dem Hafen noch einen kleinen Besuch ab und genossen in vollen Zügen die Marienkäferplage. Bis heute mochte ich die kleinen roten Freunde immer…
Nachmittags haben wir uns Fahrräder ausgeliehen. Der dänische Vermieter sagte noch “Sie fahren ja nur auf Straßen”. Hätte er gewusst, dass wir die meiste Zeit auf Waldwegen und querfeldein unterwegs waren, hätte er sicher nicht mehr so gelächelt. Aber was unser dänischer Vermieter nicht weiss, das macht ihn nicht…
Samstag
Heute machten wir uns wieder auf den Heimweg. Nach circa hundert Killometern sahen wir einen kleinen Leuchtturm, dem wir noch einen Besuch abstatteten. Nach einigen Zwischenstopps zwecks Dosensuche kamen wir am späten Nachmittasg zu Hause an.
Rückblickend war es eine wunderschöne Woche die uns beiden sehr viel Spaß gemacht hat. Dänemark ist ein sehr schönes Land. Die Natur hat mich in Teilen an mein geliebtes Finnland erinnert. Allerdings ist es eher unangenehm wenn jedes zweite Auto ein deutsches Kennzeichen hat und in allen Restaurants die Karten auch in deutsch verfügbar sind. Mir fehlt dann das Gefühl, in einen anderem Land zu sein. Aber man kann es den Dänen nicht verdenken. Schließlich leben hier viele vom Tourismus.
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